Gründung einer interkommunalen gemeinnützigen GmbH zur Zukunftssicherung der ambulanten Pflege

Veröffentlicht am 06.10.2010 in Fraktion
Fraktion 2010

Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung die Gründung der gemeinnützigen Pflegeverbund Strohgäu-Glems GmbH einstimmig beschlossen.
Uns, der SPD-Fraktion, sind dabei drei Aspekte gleich wichtig:
Wir wollen weiterhin eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Pflege
Diese Aufgabe soll die Sozialstation dauerhaft erfüllen können. Dazu gehört auch eine gewisse Wirtschaftlichkeit
Die Voraussetzungen für die Mitarbeiter müssen so sein, dass gute Leistungen abgerufen werden können.

Es ist schön, mit der Sozialstation Leonberg und dem Breitwiesenhaus Gerlingen verlässliche und gute Partner für dieses Projekt gefunden zu haben. Dies ist die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit. Man wird in Gerlingen keinen Unterschied zum heutigen Erscheinungsbild erkennen. Die Gerlingerinnen und Gerlinger werden „ihre“ Sozialstation Gerlingen behalten. Profitieren werden die Menschen in Gerlingen durch die konsequente Weiterentwicklung des Betreuungsangebotes. Solche Neuerungen können leichter eingeführt werden, wenn ein entsprechend großer Bedarf vorhanden ist.

Wir wollen, dass die Pflege in Gerlingen auch in Zukunft auf dem gewohnt hohen Niveau bleibt bzw. sich dort verbessert, wo dies nötig ist. Dies ist nur möglich, wenn die Gesellschaft auf wirtschaftlich sicheren Beinen steht. Für uns ist es daher nur konsequent die neue Gesellschaft auch in finanziell schwierigen Zeiten ordentlich auszustatten, etwa durch die Bürgschaft der Stadt Gerlingen. Der alte und neue Geschäftsführer Herr Ernst hat dann dafür Sorge zu tragen, dass unnötige Risiken vermieden werden und vernünftig gewirtschaftet wird. Wirtschaftliche Vorteile sehen wir z.B. in dem größeren Einzugsgebiet. Sinkt z.B. die Zahl der Pflegebedürftigen zeitweise in Gerlingen oder Leonberg, könnte man Pflegepersonal auch in der anderen Stadt einsetzen. Diese Vorteile tragen auch zur Arbeitsplatzsicherheit der Beschäftigten bei.

Dieser Punkt liegt uns in der SPD natürlich sehr am Herzen. Die Mitarbeiter tragen einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Einrichtung. Sie bestimmen maßgeblich die Qualität der Pflege. Wichtig ist es ggf. entstehenden Ängsten entgegen zu wirken. Wir freuen uns, dass die neue Gesellschaft Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband sein wird und damit an den TV-ÖD gebunden ist. Niemand wird durch die neue Gesellschaft schlechter gestellt. Vertrauen schafft zudem die Tatsache, dass es mindestens bis zum 31.12.2015 keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird. Das begrüßen wir sehr. Wir halten es indessen für zumutbar, dass Mitarbeiter von Gerlingen ggf. in Leonberg eingesetzt werden und umgekehrt.

An dieser Stelle ein Dankeschön an alle Beteiligten für die bisher reibungslose Organisation und Umsetzung dieses großen Projekts. Wir wünschen dem Pflegeverbund Strohgäu-Glems für die Zukunft alles Gute.

Für die SPD-Fraktion
Frank Moll